When you cannot change the rules, change the game.

Das Spiel ändern. Ein anderes Spiel spielen. Jedes Spiel hat Regeln. Wenn wir ein Spiel spielen, dann müssen wir uns an die Regeln halten. Müssen wir? Warum eigentlich?
Wir müssen nicht, aber wir verpflichten uns stillschweigend unseren Mitspielern gegenüber die Spielregeln zu akzeptieren. Das ist Fairness und Ehrlichkeit. Aber nicht jeder Mitspieler denkt so und hält sich an die Regeln. Einige sind unfair, unehrlich und legen die Regeln zu ihren Gunsten aus, verbiegen sie, – das ist dann schummeln. Andere brechen sie ganz offen, überrumpeln ihre Mitspieler und gestalten das Spiel dann zu ihren Gunsten, tricksen uns aus.

 

Kommt Ihnen das bekannt vor? Vielleicht nicht nur vom „Mensch ärgere dich nicht“ oder „Monopoly“. Nein, aus der realen Welt. Tagtäglich spielen wir ein Spiel und gestalten unseren Tag. Überall gibt es Regeln, ungeschriebenen Verhaltensweisen, Moralvorstellungen, Erwartungen. Das muss so sein, wenn Menschen aufeinander treffen, miteinander arbeiten, miteinander gestalten und leben. Wir sind schließlich nicht auf einer einsamen Insel, wo wir uns nur nach uns selbst richten können. Und so entscheiden wir jeden Tag immer wieder neu, wie wir damit umgehen und uns trotzdem unsere kleinen Freiräume bewahren und gestalten.

 

Wenn uns eine Regel nicht gefällt, dann können wir sie also entweder brechen und uns damit gegen unsere Mitmenschen, gegen die Gemeinschaft stellen. Das passiert tagtäglich, jeder hat dies wohl schon mal getan und wenn es nur eine Geschwindigkeitsübertretung oder eine Unpünktlichkeit war. Kleine Sachen. Aber wo ist die Grenze? Die definiert jeder für sich selbst. Wo hört schummeln auf und wo fängt Betrug an? Die Übergänge sind da wohl fließend.

 

Und was ist mit Selbstbetrug? Was kann ich tun wenn mir die Regeln nicht gefallen? Es mir schönreden oder aus dem Spiel aussteigen und in ein anderes Spiel mit anderen Regeln einsteigen. Das Spiel ändern.

 

Hat jeder auch schon mal getan. Das Klima, das Umfeld an meinem Arbeitsplatz gefällt mir nicht mehr – ich suche mir einen anderen Arbeitgeber mit einer anderen Unternehmenskultur, wo mir die Regeln mehr zusagen. Ich finde keinen Parkplatz vor meiner Wohnung, bekomme ständig Strafzettel – ich miete mir eine Garage oder verkaufe mein Auto und fahre mit dem Fahrrad und dem MVV.

 

Aber warum spielen wir oft, viel zu oft das Spiel mit den uns verhassten Spielregeln zu lange mit? Ärgern uns, lassen uns ausbremsen, entmutigen. Trauen uns nicht in ein anderes Spiel einzusteigen. In das Unbekannte, das Neue, neue Mitspieler, neue Regeln.

 

Dazu braucht es Mut. Und nur wir selbst hindern uns daran.

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“

 

 

Packen wir es also an. Jeder für sich. Suchen Sie sich ein neues Spiel, das Ihnen mehr zusagt und steigen Sie ein.

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